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Handelsvertreter in Deutschland Zahlen Daten Fakten 2020

Die Bruttoprovisionseinnahmen der Handelsvertreter in Deutschland sind 2019 gegenüber dem Vorjahr im Gesamtdurchschnitt um 6,3% deutlich zurückgegangen, besonders stark im Wirtschaftsbereich Technik-Produktionsgrundstoffe (-17,5%), spürbar aber auch in den Wirtschaftsbereichen Papier-Verpackung-Büro-Verlage (-7,1%), Nahrungsmittel-Weine-Spirituosen (-4,8%) und Möbel-Wohnambiente Schmuck (-3,4%). Ein kräftiger Anstieg konnte dagegen im Bereich Bauwesen (+12,9%) und in jeweils geringerem Maße auch in den Wirtschaftsbereichen Medizinprodukte-Gesundheitswesen (+8,6%) und Mode-Sport-Accessoires (+3,7%) erzielt werden.

Der vermittelte Warenumsatz der Handelsvertreter

Der durchschnittlich vermittelte Warenumsatz ist 2019 gegenüber dem Vorjahr insgesamt ebenfalls spürbar um 5,3% und in vier Wirtschaftsbereichen sogar drastisch zurückgegangen, nämlich in den Bereichen Möbel-Wohnambiente-Schmuck (-48,8%), Medizinprodukte-Gesundheitswesen (-23,3%), Mode-Sport-Accessoires (-18,1%) und Papier-Verpackung-Büro-Verlage (-12,1%). Geringe bis kräftige Zuwächse waren dagegen in den drei Wirtschaftsbereichen Technik-Produktionsgrundstoffe (+2,7%), Nahrungsmittel-Weine-Spirituosen (+7,4%) und Bauwesen (+15,1%) festzustellen.

Die Entwicklung des durchschnittlich vermittelten Warenumsatzes und der durchschnittlichen Bruttoprovisionseinnahmen war aber nicht nur zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen extrem unterschiedlich, sondern in vier Bereichen auch gegenläufig. In den Wirtschaftsbereichen Technik-Produktionsgrundstoffe und Nahrungsmittel-Weine-Spirituosen sind trotz wachsender vermittelter Warenumsätze die Bruttoprovisionserlöse gesunken. In den Bereichen Mode-Sport-Accessoires und Medizinprodukte-Gesundheitswesen konnten dagegen die Bruttoprovisionserlöse gesteigert werden, obwohl die vermittelten Warenumsätze rückläufig waren.

Die durchschnittlichen Provisionssätze sind im Jahr 2019 in den vier Wirtschaftsbereichen Nahrungsmittel-Weine-Spirituosen (-0,5%) Technik-Produktionsgrundstoffe (-0,4%), Möbel-Wohnambiente-Schmuck (-0,2%) und Bauwesen (-

01%) gesunken. Im Bereich Papier-Verpackung-Büro-Verlage sind sie dagegen leicht, um 0,2%, im Bereich Mode-Sport-Accessoires deutlich, um 1,6% und im Bereich Medizinprodukte-Gesundheitswesen sogar drastisch um 6,3% angestiegen.

Anteil der Handelsvertreter mit Eigengeschäften

Der Anteil der Handelsvertretungen, die Eigengeschäfte tätigen, ist 2020 auf 36,9 % der Betriebe gestiegen. Das gilt auch für den Eigenumsatz (+13,3%) und die Bruttoerträge aus Eigengeschäften (+10,6%). Das Eigengeschäft, also der Großhandel, hat als wichtiges Betätigungsfeld der Handelsvermittler damit an Bedeutung gewonnen. Der Bruttoertrag aus

 Eigengeschäft in Prozent des Eigenumsatzes, die sogenannte Handelsspanne, ist in zwei Wirtschaftsbereichen leicht gewachsen und in zwei Bereichen stark geschrumpft. Insgesamt war sie leicht rückläufig.

Der Anteil der Betriebsausgaben am Umsatz hat sich 2019 gegenüber 2018 im Gesamtdurchschnitt von 49,8% auf 49,2% leicht verringert, obwohl sich der Anteil der Personalkosten im Gesamtdurchschnitt von 13,1% auf 13,8% leicht erhöhte. Das wurde durch die Reduzierung des Anteils der allgemeinen Kosten von 36,7% auf 35,4% überkompensiert. In den einzelnen Wirtschaftsbereichen war die Entwicklung aber sehr unterschiedlich.

Anzahl der vertretenen Unternehmen je Handelsvertreter

Die durchschnittliche Anzahl der Vertretungen je Handelsvertretung hat sich 2020 auf von 4,9 auf 4,7 leicht verringert. Besonders stark war der Rückgang im Sammelbereich Andere von 3,4 auf 2,2 Vertretungen. In den sieben übrigen Wirtschaftsbereichen ist in vier Bereichen die durchschnittliche Anzahl der Vertretungen um 0,1 bis 0,6 zurückgegangen, während sich in drei Wirtschaftsbereichen die Vertretungsanzahl um 0,5 bis 0,8 erhöhte.

Der Anteil der Handelsvertretungen mit ausländischen Vertretungen ist von 55,2% auf 55,4% nochmals leicht angewachsen. Der Anteil der ausländischen Vertretungen an allen vertretenen Unternehmen ist dagegen von 33,9% auf 30,4% zurückgegangen. 

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